17.08.2026 2 Min. Lesezeit
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Qualitätssicherung für 3D-Zellmodelle: LZH macht moderne Bildgebung praxistauglich

Dreidimensionale Zellmodelle gelten als vielversprechende Alternative für die Entwicklung und Testung neuer Medikamente, da diese das menschliche Gewebe genauer nachbilden als herkömmliche zweidimensionale Zellkulturen. Damit ihr Einsatz in der Pharmaindustrie künftig im großen Maßstab möglich wird, sind zuverlässige und effiziente Verfahren zur Qualitätskontrolle erforderlich. Forscher*innen des Laser Zentrums Hannover e.V. (LZH) haben hierfür im Projekt AutoSphere ein innovatives Bildgebungssystem entscheidend weiterentwickelt.

Dreidimensionale Aufnahmen – ohne beschädigte Proben

Das Verfahren der Scanning Laser Optical Tomography (SLOT) erzeugt dreidimensionale Aufnahmen von Zell- und Gewebemodellen im Mikro- bis Millimeterbereich, ohne dabei die empfindlichen Proben zu beeinträchtigen. Zudem können verschiedene Kontrastmechanismen genutzt werden, wodurch sich das SLOT von anderen 3D-Systemen, wie etwa dem Lichtblattmikroskop unterschiedet. Das Verfahren zeichnet sich ferner durch eine besonders hohe Empfindlichkeit aus. Dadurch können selbst schwache Fluoreszenzsignale körpereigener Marker ohne zusätzliche Färbung erfasst werden. Und während der modulare Aufbau eine kostengünstigere Nutzung im Vergleich zu kommerziellen Systemen ermöglicht, können Dank vereinfachteren Handhabung und stärkeren Automatisierung auch Anwender*innen ohne optische Spezialkenntnisse das Verfahren nutzen.  

Darüber hinaus entstand bei den Verbundpartnern InSCREENex GmbH und OSPIN GmbH ein optisches Monitoring-System. Dieses System überwacht die Kultivierung der Zellmodelle in Ultraschall-Bioreaktoren und erkennt die Bildung von Zellclustern automatisch.  

Das Projekt AutoSphere wurde vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. 

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