04.02.2026 3 Min. Lesezeit
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Neuer Podcast zum Thema „Alter neu denken“ – wie das Age Forward Lab Impulse für eine generationengerechte Zukunft setzt


Wie wollen wir in Zukunft altern – und was bedeutet das für Arbeit, Lebensräume und unser gesellschaftliches Miteinander? Der neue Podcast von Niedersachsen.next und der LINGA zeigt, warum das Age Forward Lab ein wichtiger Motor für ein neues Verständnis von Alter ist.

Das Alter ist im Wandel – und mit ihm die Frage, wie wir künftig leben, arbeiten und miteinander umgehen wollen. In der aktuellen Podcastfolge von Niedersachsen.next spricht Host Angela Sielaff mit Delia Balzer, Projektleiterin der LINGA – Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag, und Robert Eysoldt, Gründer der Age Bombs und Initiator des Age Forward Lab, über neue Perspektiven auf das Altern und die Ergebnisse des ersten Age Forward Lab in Niedersachsen.

Rund 50 Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Berufsgruppen kamen in Hannover zusammen, um über Arbeit, Übergänge, Kommunikation, Design und Lebensräume zu diskutieren. Ziel war es, eingefahrene Altersbilder aufzubrechen und Zukunftsideen zu entwickeln. „Wir müssen das Alter aus der Defizitperspektive befreien“, sagt Robert Eysoldt im Podcast. „Alter ist kein Problem – Alter ist eine Ressource.“

Warum wir neue Altersbilder brauchen

Im Gespräch wird deutlich, wie stark tradierte Vorstellungen von Alter unseren Alltag prägen. Altersstereotype und Ageismus betreffen dabei nicht nur ältere Menschen, sondern auch Jüngere, denen aufgrund ihres Alters Kompetenzen abgesprochen werden. Für Delia Balzer ist klar: „Wir brauchen ein neues Denken über das Alter(n), weil unsere Gesellschaft sonst an ihren eigenen Bildern scheitert.“

Gerade jetzt, da die sogenannte Babyboomer-Generation in den Ruhestand geht, zeigt sich, wie wichtig ein differenziertes Verständnis von Lebensphasen ist. Eysoldt findet, dass der Begriff „Ruhestand“ nicht passt: „Die Menschen gehen nicht in den Ruhestand – sie gehen in eine neue Lebensphase voller Potenziale.“

Arbeit & Übergänge: Wissen bewahren, Kultur verändern

Im Podcast kommen auch Stimmen aus dem Age Forward Lab selbst zu Wort. Carolin Pauly, Geschäftsführerin des Instituts für Universal Design, betont die Bedeutung von Wissensweitergabe in Unternehmen. Erfahrungswissen sei mehr als dokumentierte Information – es sei gelebte Praxis. Modelle wie Tandems oder Jobrotation könnten helfen, dieses Wissen zu sichern. Entscheidend sei jedoch die Haltung: „Es ist eine Kulturfrage“, so Pauly.

Kommunikation & Design: Sprache schafft Wirklichkeit

Im Themenpfad Kommunikation und Design wurde diskutiert, wie Sprache Altersbilder formt. Berit Lüdecke vom Social Innovation Center beschreibt, wie ältere Menschen häufig als homogene Gruppe dargestellt werden – ein Bild, das der Realität nicht gerecht wird. Alter sei vielfältig, kreativ und kompetent. „Wir müssen weg von der Defizitbrille“, fasst sie zusammen.

Lebensräume: Begegnung ermöglichen, Einsamkeit vorbeugen

Susanne Knaack vom Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter berichtet im Podcast von der Bedeutung generationenübergreifender Lebensräume. Begegnungsorte, kommunale Unterstützung und Netzwerke – analog wie digital – seien entscheidend, um Einsamkeit vorzubeugen und Teilhabe zu ermöglichen. Auch Krankenkassen könnten perspektivisch Partner sein, da Prävention langfristig Kosten senkt.

Was jetzt passieren muss

Zum Abschluss formulieren Balzer und Eysoldt klare Aufforderungen. Balzer betont, dass Innovation im sozialen Bereich oft an Strukturen scheitere: „Wir müssen mutiger werden, Neues auszuprobieren – sonst bleibt alles beim Alten.“ Eysoldt ergänzt: „Wenn wir Alter neu denken, schaffen wir eine Gesellschaft, in der alle Generationen gewinnen.“

Der Podcast zeigt, wie viel Potenzial in einem offenen, kreativen Blick auf das Alter steckt – und warum das Age Forward Lab ein wichtiger Baustein für das Denken in Richtung einer generationengerechten Zukunft ist.

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