19.05.2026 3 Min. Lesezeit
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Startup
Podcast

Machen einfach machen: Ali Mahlodji – Vom Flüchtlingsheim zum Visionär

In diesem Niedersachsen.next Startup Podcast spricht Ali Mahlodji über seinen ungewöhnlichen Werdegang – eine Geschichte, die von Flucht, Ausgrenzung und starken inneren Bildern geprägt ist und heute Millionen Menschen inspiriert. Mahlodji, Gründer von whatchado und futureOne, EU‑Jugendbotschafter und internationaler Keynote Speaker, ist einer der bekanntesten Stimmen im europäischen Diskurs über New Work, Jugendbildung und Unternehmertum.

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Ein Leben zwischen Bruchstellen und Aufbrüchen

Ali Mahlodji kam als Dreijähriger nach Europa, nachdem seine Familie aus politischen Gründen aus dem Iran fliehen musste. „Ich war drei Jahre alt, wir sind mit einer Schlepperbande geflohen“, erzählt er im Podcast. Seine ersten Jahre verbrachte er im österreichischen Flüchtlingsheim – eine Erfahrung, die ihn früh für soziale Unterschiede sensibilisierte.

Diskriminierung gehörte lange zu seinem Alltag. „Ich wurde ausgelacht, weil ich der Braune war“, berichtet er. Gleichzeitig erlebte er Unterstützung von Menschen, die an ihn glaubten. Besonders prägend sei seine Mutter gewesen: „Sie hat immer gesagt: Wenn du willst, schaffst du alles.“

Vom Schulabbruch zur Selbstneuerfindung

Mahlodji begann als Jugendlicher zu stottern, verließ aus Angst vor dem Sprechen die Schule und arbeitete in unterschiedlichsten Jobs – vom Bodenreiniger bis zur Baustelle. Doch ein Lehrer ermutigte ihn, sich neu zu orientieren. Er holte seinen Abschluss nach, absolvierte ein Informatikstudium und machte Karriere bei Siemens und Sun Microsystems.

Der Wendepunkt kam durch eine Sinnkrise. Er wurde Lehrer – und erkannte, wie verloren viele Jugendliche in der Frage nach ihrer beruflichen Zukunft sind. Aus einer Kindheitsidee heraus entwickelte er whatchado, ein „Online-Handbuch der Lebensgeschichten“. Die Plattform wuchs rasant und half Millionen Jugendlichen bei der Berufsorientierung.

Unternehmerischer Geist als gesellschaftliche Aufgabe

Heute arbeitet Mahlodji mit futureOne an Transformationsprozessen in Unternehmen und an Zukunftskompetenzen für Führungskräfte. Gleichzeitig engagiert er sich in Gremien wie dem Fachkräfteausschuss der deutschen Bundesregierung.

Sein Ziel: Jugendliche sollen Unternehmertum als selbstverständliche Option wahrnehmen. „Die meisten sehen nur Superstars wie Elon Musk oder Jeff Bezos. Aber jede Bäckerei ist Unternehmertum“, sagt er. Schulen müssten viel stärker Räume schaffen, in denen junge Menschen Projekte entwickeln und echte Vorbilder kennenlernen.

Die Macht der Visualisierung

Ein zentrales Thema des Podcasts ist Alis Nutzung von Visualisierung. „Das Gehirn denkt in Bildern. Wenn du dir jeden Tag sagst, wer du sein willst, wird es deine Realität.“ Der Ansatz zieht sich durch seine gesamte Biografie und prägt heute auch seine Arbeit mit Führungskräften.

Drei Ratschläge für junge Gründer*innen

Am Ende formuliert er konkrete Tipps:

  1. „Finde heraus, was du richtig gut kannst – und was nicht.“
  2. „Lerne, mit anderen Menschen gut auszukommen.“
  3. „Geh in Unternehmen und lerne, wie Wirtschaft funktioniert.“

Der Podcast zeigt einen Menschen, der seine Brüche nicht versteckt, sondern daraus Energie gewinnt. Eine inspirierende Folge über Mut, Selbstwirksamkeit und die Fähigkeit, das eigene Leben selbst zu gestalten.

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