Symbolbild für pflegende Angehörige zwischen Beruf und Betreuung
02.10.2025 2 Min. Lesezeit
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Soziale Innovationen
Podcast

LINGA konkret: „Pflegende Angehörige zwischen Beruf und Betreuung“

Pflegende Angehörige übernehmen täglich Verantwortung – häufig zusätzlich zu ihrem Beruf. Mit der alternden Gesellschaft wird die Vereinbarkeit von Pflege und Erwerbstätigkeit zu einer immer größeren Herausforderung. Wie Politik, Unternehmen und Gesellschaft bessere Rahmenbedingungen schaffen können und welche Rolle digitale Lösungen dabei spielen, stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „LINGA konkret“ bei Niedersachsen.next.

Die aktuelle Podcastfolge zeigt, welche Chancen digitale Lösungen für pflegende Angehörige bieten und warum das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Jetzt reinhören:

Vereinbarkeit braucht neue Ansätze

Den Auftakt machte LINGA-Projektleiterin Delia Balzer mit einer Einführung in das Thema und einem Ausblick auf die LINGA Wochen 2026. Im Fokus standen dabei neue Perspektiven für die Unterstützung pflegender Angehöriger sowie mögliche Anknüpfungspunkte für die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Prof. Dr. med. Barbara Zimmermann von der hochschule 21 machte deutlich, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Gleichzeitig brauche es schon heute konkrete Lösungen, um Beschäftigte mit Pflegeverantwortung besser zu unterstützen. Prävention, eine stärkere Sensibilisierung von Unternehmen und der Ausbau pflegebezogener Bildungsangebote seien dabei wichtige Bausteine.

Unternehmen können einen Beitrag leisten

Wie Betriebe ihre Mitarbeitenden besser unterstützen können, zeigte Dr. Sarah Hampel vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). Sie beleuchtete verschiedene Verantwortungsmodelle und stellte Ansätze vor, mit denen Unternehmen die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege fördern können. Beispiele wie betriebliche Pflege-Guides oder regionale Unterstützungsnetzwerke verdeutlichen, dass Arbeitgeber einen wichtigen Beitrag leisten können, um Fachkräfte langfristig zu halten.

Auch Christiane Hüppe von „wir pflegen“ – Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger in Niedersachsen e. V. machte deutlich, wie wichtig Austausch, gegenseitige Unterstützung und niedrigschwellige Angebote für Betroffene sind.

Digitalisierung kann entlasten

Welche Rolle digitale Technologien dabei spielen können, greift auch die aktuelle Folge unseres Podcasts auf. Zu Gast ist Prof. Dr. Anne Meißner von der Universität Hildesheim. Sie forscht im Bereich „Informationstechnologie für die sorgende Gesellschaft“ und zeigt, wie digitale Anwendungen pflegende Angehörige im Alltag unterstützen können.

Dabei geht es nicht um komplexe Hightech-Lösungen, sondern um praktische Werkzeuge, die den Alltag erleichtern. Apps für Videoanrufe, gemeinsame Terminplanung oder digitale Sorgearrangements können helfen, Aufgaben besser zu koordinieren und Angehörige miteinander zu vernetzen. Entscheidend ist dabei, dass die Technologien einfach nutzbar sind und sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen orientieren.

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