Forschende im Labor analysieren gemeinsam Daten auf einem Tablet. Symbolbild für Forschung, Innovation und Ausgründungen in den Lebenswissenschaften.
09.06.2026 2 Min. Lesezeit
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GO-Bio next: Förderung für Ausgründungen in den Lebenswissenschaften

Innovative Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte und erfolgreiche Unternehmen zu überführen, ist insbesondere in den Lebenswissenschaften oft mit großen Herausforderungen verbunden. Lange Entwicklungszeiten, hohe regulatorische Anforderungen und ein erheblicher Kapitalbedarf erschweren den Weg von der wissenschaftlichen Idee zur Anwendung.

Mit dem Förderprogramm GO-Bio next unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) genau diesen Schritt. Ziel ist es, Gründungsaktivitäten in den Lebenswissenschaften zu stärken und den Transfer von Forschungsergebnissen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in die wirtschaftliche Nutzung zu beschleunigen.

Unterstützung für wissenschaftsbasierte Ausgründungen

Das Programm richtet sich an Forschungsteams mit innovativen Projekten aus den Lebenswissenschaften, die ein hohes wirtschaftliches Potenzial besitzen. Gefördert werden Vorhaben, die einen relevanten Bedarf adressieren und aufgrund ihres Entwicklungsrisikos oder Finanzierungsbedarfs ohne öffentliche Unterstützung nur schwer umgesetzt werden könnten.

Im Fokus stehen Technologien und Forschungsergebnisse, die das Potenzial haben, die Grundlage für eine erfolgreiche Unternehmensgründung zu bilden. Dabei sollen wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt bis zu einem Reifegrad weiterentwickelt werden, der eine spätere Kommerzialisierung ermöglicht.

Förderung in zwei Phasen

GO-Bio next ist als zweistufiges Förderprogramm angelegt.

Phase 1: Validierung und Gründungsvorbereitung

In der ersten Förderphase arbeiten Forschungsteams daran, den Proof of Concept ihrer Technologie zu erbringen oder weiterzuentwickeln. Parallel werden Strategien für die spätere wirtschaftliche Verwertung und Ausgründung erarbeitet. Förderfähig sind in dieser Phase Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Phase 2: Entwicklung des Unternehmens

Nach erfolgreicher Ausgründung unterstützt die zweite Förderphase die Weiterentwicklung des Unternehmens. Ziel ist es, den Technologiereifegrad weiter zu erhöhen, Markteintrittsstrategien auszuarbeiten und die Grundlage für weiteres Wachstum sowie Folgefinanzierungen zu schaffen.

Bewerbung bis zum 15. September 2026 möglich

Die Einreichung von Projektskizzen erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Der nächste Stichtag für die Einreichung ist der 15. September 2026. Zusätzlich bietet der Projektträger Jülich am 20. Juli 2026 eine Online-Informationsveranstaltung für Interessierte an.

Für Wissenschaftler*innen, Forschungsteams und angehende Gründer*innen im Life-Science-Bereich bietet GO-Bio next damit die Möglichkeit, vielversprechende Forschungsergebnisse gezielt in Richtung Ausgründung und Markteinführung weiterzuentwickeln.

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