Start der Förderung für „Gemeinsame Modellvorhaben“
Viele Menschen mit Pflegebedarf werden in Pflegeheimen betreut. Für Betroffene und Angehörige bedeutet das oft: Isolation und ein Verlust von Lebensqualität. Mit einer neuen Förderrichtlinie möchte das Land Niedersachsen dem entgegenwirken. Daher unterstützt die Landesregierung zusammen mit den Pflegekassen Projekte in ganz Niedersachsen. Die Richtlinie „Gemeinsame Modellvorhaben“ fördert innovative Ansätze, die dafür sorgen, dass das Lebensumfeld von pflegebedürftigen Menschen weiterentwickelt wird. Die Modellvorhaben bringen unterschiedlichste Akteur*innen zusammen. Immer mit dem Ziel, pflegebedürftige Menschen möglichst lange in ihrem gewohnten sozialen Umfeld versorgen zu können.
Interessierte Projektträger können sich ab sofort auf den Webseiten des Niedersächsischen Landesamts für Soziales, Jugend und Familie über den Antragsprozess informieren.
Kommunale Projektträger können zur Konzeption und Weiterentwicklung ihrer Projektideen kostenlose Beratung durch das niedersächsische Projektbüro Komm.Care in Anspruch nehmen.
Hintergründe zur Richtlinie „Gemeinsame Modellvorhaben“
Alle Projekte werden wissenschaftlich begleitet, um verlässliche Aussagen über die Wirksamkeit und eine mögliche Übernahme in die Regelversorgung treffen zu können.
Die niedersächsische Richtlinie zur Förderung gemeinsamer Modellvorhaben nach § 123 SGB XI ist bereits veröffentlicht. Die Förderung orientiert sich an den zwischen Bund, Ländern und Pflegeversicherungen abgestimmten Empfehlungen des Spitzenverbands der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (GKV-SV).
Das Land Niedersachsen stellt für dieses Programm – vorbehaltlich des Beschlusses durch den Haushaltsgesetzgeber – ab dem Jahr 2026 über 2 Millionen Euro jährlich bereit. Von der Pflegeversicherung werden Mittel in gleicher Höhe zur Verfügung gestellt. Die Kooperation zu den Gemeinsamen Modellvorhaben ist Teil der Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni).
Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung.