Neuer Förderaufruf für internationale Projekte in der industriellen Biotechnologie
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat einen neuen Förderaufruf zur internationalen Zusammenarbeit in der industriellen Biotechnologie veröffentlicht.
Das BMFTR beteiligt sich am internationalen Eureka Biotech Call for Network Projects. Dadurch werden grenzüberschreitende Forschungs- und Entwicklungsprojekte in der industriellen Biotechnologie unterstützt. Der Förderaufruf ist Teil des internationalen Innovationsnetzwerks EUREKA, das die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen über Ländergrenzen hinweg stärkt. Ziel ist es, innovative biobasierte Technologien, nachhaltige Produktionsverfahren und neue Anwendungen für die industrielle Bioökonomie schneller in die Praxis zu bringen und internationale Innovationspartnerschaften gezielt zu fördern. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Projektanträge können bis zum 25. September 2026 eingereicht werden.
Innovative Lösungen für eine nachhaltige Bioökonomie
Die Projekte sollen einen klaren Anwendungsbezug besitzen und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aktiv einbinden. Im Mittelpunkt stehen innovative Lösungen für eine nachhaltige Bioökonomie. Die Vorhaben werden gemeinsam mit internationalen Partner*innen im Rahmen des EUREKA-Netzwerks umgesetzt.
Thematisch konzentriert sich der Förderaufruf auf zukunftsweisende Technologien und Verfahren für eine nachhaltigere Industrie. Dazu zählen beispielsweise biotechnologische Produktionsprozesse auf Basis erneuerbarer Rohstoffe. Auch die Entwicklung biobasierter Alternativen zu fossilbasierten Chemikalien sowie neuer biofunktionalisierter Produkte und Inhaltsstoffe gehört zu den möglichen Themenfeldern. Ebenso können innovative Ansätze im Lebensmittelbereich, etwa durcho Präzisionsfermentation oder die Kultivierung tierischer Zellen, Teil geförderter Projekte sein. Die genannten Themen dienen dabei lediglich als Beispiele für mögliche Forschungs- und Entwicklungsansätze.
Um den Transfer in die Praxis zu unterstützen, sollen die Fördervorhaben auf die Bedarfe der Industrie ausgerichtet werden. Die zu entwickelnden Produkte und/oder Verfahren sollen eine hohe industrielle Verwertbarkeit und Relevanz aufweisen und müssen auf eine Erhöhung des technologischen Reifegrades (TRL) abzielen.
Die Projekte können gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen oder weiteren industriellen Partner*innen umgesetzt werden, eine Beteiligung von KMU auf deutscher Seite ist jedoch verpflichtend. Dabei sollen die beteiligten Unternehmen eine aktive und wesentliche Rolle innerhalb der Vorhaben übernehmen.
Gefördert werden ausschließlich internationale Kooperationen mit mindestens zwei Partner*innen aus zwei unterschiedlichen EUREKA-Mitgliedsländern, die am aktuellen Call teilnehmen. Ziel ist eine ausgewogene Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Ländern und Organisationen.