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27.07.2026 3 Min. Lesezeit
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FoodPlus stärkt Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft

Die Agrar- und Ernährungswirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Unternehmen müssen Ressourcen effizienter nutzen, Emissionen reduzieren und gleichzeitig wettbewerbsfähig bleiben. Mit dem Projekt FoodPlus erhalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Niedersachsen nun gezielte Unterstützung, um innovative Ideen in marktfähige Lösungen zu überführen. 

Als grenzüberschreitendes Innovationsprojekt fördert FoodPlus die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weiteren Akteur*innen entlang der Wertschöpfungskette. Bis Juni 2029 sollen mehr als 130 KMU dabei unterstützt werden, neue Technologien und Geschäftsmodelle für eine nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft zu entwickeln. 

Fokus auf vier Zukunftsthemen 

FoodPlus konzentriert sich auf vier zentrale Innovationsfelder. Ein Schwerpunkt liegt auf der Präzisionslandwirtschaft, bei der digitale Technologien wie Sensorik, Robotik, Drohnen oder Anwendungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz eingesetzt werden. Ziel ist es, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und den Ressourceneinsatz zu optimieren. 

Darüber hinaus fördert das Projekt Lösungen zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten und -verschwendung. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette sollen innovative Ansätze entstehen, die Verluste minimieren und Rohstoffe besser nutzen. 

Ein weiteres Handlungsfeld bildet die Kreislaufwirtschaft. Hier stehen Konzepte im Mittelpunkt, die Nebenprodukte verwerten, Stoffkreisläufe schließen und Abfälle reduzieren. Ergänzt wird das Angebot durch den Bereich energieeffiziente Lebensmittelproduktion, der Produkt- und Prozessinnovationen für einen geringeren Energieverbrauch unterstützt. 

DIL begleitet Unternehmen als regionaler Ansprechpartner 

Das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) übernimmt die Rolle des Regionalkoordinators für Niedersachsen und arbeitet eng mit den internationalen Projektpartnern zusammen. Dazu gehören die Ems Dollart Region (EDR) als Leadpartner, NOM (Investition- und Entwicklungsgesellschaft für den Norden der Niederlande), ZENIT GmbH, Oost NL und Brabantse Ontwikkelings Maatschappij (BOM). 

Durch diese Struktur profitieren Unternehmen nicht nur von regionaler Unterstützung, sondern auch von einem starken deutsch-niederländischen Innovationsnetzwerk. Insbesondere Startups, Verarbeitungsbetriebe, Maschinen- und Anlagenbauer, IT-Unternehmen sowie weitere Akteure der Agrar- und Ernährungswirtschaft können neue Kooperationen aufbauen und Innovationsrisiken reduzieren. 

Chance für niedersächsische Unternehmen 

Mit einem Gesamtbudget von 9,55 Millionen Euro bietet FoodPlus einen praxisnahen Rahmen für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen. Für niedersächsische KMU eröffnet sich die Möglichkeit, neue Ideen zu testen, internationale Partnerschaften aufzubauen und die eigene Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. 

Interessierte Unternehmen können sich direkt an die Projektkoordination beim DIL wenden und Informationen zu Fördermöglichkeiten sowie Antragsverfahren erhalten. 

Kontakt 
Vera Netz (DIL) 
E-Mail: V.Netz@dil-ev.de 
Telefon: 05431 183 193 

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