Hände, die auf einem Laptop tippen, daneben liegt ein Stethoskop als Symbolbild für In-silico-Methoden in der Gesundheitsforschung.
14.08.2026 2 Min. Lesezeit
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Förderung für klinische Validierungsstudien von In-silico-Methoden

Mit dem Forschungs- und Förderkonzept „e2Health – In silico-Forschung für die Medizin der Zukunft“ unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Entwicklung und Anwendung innovativer In-silico-Methoden in der Gesundheitsforschung. 

Die Digitalisierung eröffnet der Gesundheitsforschung neue Möglichkeiten: Mithilfe von In-silico-Methoden lassen sich große Datenmengen nutzen, um biologische Prozesse und Krankheitsverläufe computergestützt zu erfassen und zu analysieren. Ziel ist es, diese Methoden unter anderem für präzisere Diagnosen wie auch Therapien und zur Vorhersage von Krankheitsverläufen einzusetzen sowie in die klinische Praxis zu überführen.

Ziel der Förderung 

Gefördert werden klinische Studien zur Validierung von In-silico-Methoden in der Medizin. Sie sollen dazu beitragen, die Anwendung entsprechender Technologien in der medizinischen Praxis zu erleichtern und vielversprechende Ansätze weiterzuentwickeln. 

Neben der wissenschaftlichen Validierung sollen dabei auch wichtige Voraussetzungen für die spätere Anwendung berücksichtigt werden. Dazu gehören insbesondere die Anwenderfreundlichkeit, die Integration in bestehende Versorgungsprozesse sowie die Interoperabilität mit vorhandenen IT-Systemen. 

Wer kann sich bewerben? 

Die Förderung richtet sich an interdisziplinäre Verbundprojekte, die Kompetenzen aus den Computerwissenschaften, der In-silico-Modellierung, der klinisch-medizinischen Forschung und der Durchführung von Validierungsstudien miteinander verbinden. Weitere relevante Fachdisziplinen können ebenfalls eingebunden werden. 

Voraussetzung ist ein Verbund aus mindestens zwei Partnern aus den genannten Fachbereichen. Zudem muss eine in ihren Grundzügen bereits bestehende In-silico-Methode beziehungsweise ein entsprechendes Modell mit patientennahem Bezug vorhanden sein. 

Je nach Entwicklungsstand können sich Forschungsverbünde für eines von zwei Modulen bewerben: 

  • Modul 1: Technisch-analytische Validierungsstudien zum Erbringen eines Proof of Concept für In silico-Methoden 
  • Modul 2: Prospektive klinische Validierungsstudien zu In-silico-Methoden 

Zweistufiges Antragsverfahren 

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger zunächst bis spätestens 23. September 2026 (12 Uhr), Projektskizzen in schriftlicher/elektronischer Form vorzulegen. 

In der zweiten Verfahrensstufe werden die Verfasser*innen positiv bewerteter Projektskizzen aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag mit Vorhabenbeschreibung und Formantrag einzureichen. 

Die Förderung ist Teil der Hightech Agenda Deutschland und soll dazu beitragen, Deutschlands technologische Souveränität und den Forschungsstandort zu stärken und durch datengetriebene Innovationen schneller wirksamere sowie personalisierte Therapien zu ermöglichen. 

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