Bild vom FALLING WALLS SCIENCE SUMMIT 2025: Das Publikum freut sich und wirft rote Würfel in die Luft.
29.07.2026 3 Min. Lesezeit
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Falling Walls Science Summit

Der Falling Walls Science Summit zählt zu den renommiertesten internationalen Wissenschaftskonferenzen. Seit 2009 bringt die Veranstaltung jährlich Forschende, Unternehmer*innen und politische Entscheidungsträger*innen aus aller Welt in Berlin zusammen. Gemeinsam diskutieren sie wegweisende wissenschaftliche Durchbrüche und deren Bedeutung für Gesellschaft, Wirtschaft und die Zukunft.

In den drei Kategorien „Science Breakthroughs“, „Science Startups“ sowie „Women´s Impact Award“ ist Niedersachsen ganz vorne mit dabei.

Nominierungen in der Kategorie „Science Breakthroughs“

Die von der BioRegioN nominierten Wissenschaftler, Henning Jacobsen und Mark Broenstrup, haben es auf die Shortlist für den Falling Walls Science Breakthrough of the Year geschafft. Beide forschen am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung.

Henning Jacobsen und sein Team entwickeln im Projekt ENDURIVAC eine Impfstoffplattform auf Basis der MCMV-Vektortechnologie, die nach einer einzigen Impfung eine langanhaltende Immunität ermöglichen soll.

Mark Brönstrup und sein Team arbeiten mit PROTON an innovativen Technologien gegen Infektionen durch Staphylococcus aureus – einen humanen Pathobionten, der sich auf Haut und Schleimhäuten ansiedelt und schwere systemische Infektionen auslösen kann.

Das IBT Lower Saxony – Institute for Biomedical Translation fördert mit niedersächsischen Mitteln die beiden Projekte, damit herausragende wissenschaftliche Ergebnisse möglichst schnell den Weg in die Anwendung finden.

Nominierungen in der Kategorie „Science Startups“

In diesem Jahr gab es 597 Nominierungen aus 60 Ländern. Davon haben es 100 Startups auf die Shortlist geschafft und die niedersächsischen Startups GliTTher und myotwin gehören dazu! 

GliTTher entwickelt Präzisionstherapien gegen das Glioblastom, einen besonders aggressiven Hirntumor. Das Unternehmen konzentriert sich auf seltene, therapieresistente Tumorzellen, die häufig für ein Wiederauftreten der Erkrankung verantwortlich sind. Mithilfe einer innovativen Technologieplattform identifiziert GliTTher diese Zellen und sucht gezielt nach Wirkstoffen, um sie zu eliminieren.

myotwin entwickelt KI-gestützte Zwillinge von Herzerkrankungen. Die Modelle basieren auf aus Stammzellen gewonnenen Herzgeweben, die Erkrankungen realitätsnah abbilden und die Entwicklung neuer Therapien unterstützen sollen. Im Fokus steht zunächst die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), langfristig soll die Plattform auf weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgeweitet werden.

Nominierungen in der Kategorie „Women´s Impact Award“

Und auch in dieser Kategorie ist Niedersachsen ganz vorne mit dabei: Prof. Dr.-Ing. Jana Hutter wurde unter die Top 10 der Finalistinnen gewählt. 

Prof. Dr.-Ing. Jana Hutter ist Professorin für Multimodale Signalverarbeitung am Institut für Informationsverarbeitung (TNT) der Leibniz Universität Hannover. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Künstliche Intelligenz in der Medizintechnik, autonome Bildgebung und dynamische MRT-Verfahren. Im Jahr 2023 erhielt sie eine DFG-Heisenberg-Professur zum Thema „Selbstfahrende MRT“. 2024 folgte der ERC Starting Grant „EARTHWORM“ für ihre Forschung zur KI-gestützten MRT bewegter Organe.

Der Women’s Impact Award würdigt Forschung, die weit über das Labor hinaus Wirkung entfaltet. Ausgezeichnet werden wissenschaftliche Arbeiten, die exzellente Forschung mit messbarem gesellschaftlichem Mehrwert verbinden – sei es durch die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter oder durch innovative Technologien, politische Maßnahmen und partizipative Ansätze, die das Leben benachteiligter oder marginalisierter Gemeinschaften nachhaltig verbessern. Der Preis ist eine Zusammenarbeit zwischen der Falling Walls Foundation und der The Elsevier Foundation und ist Teil des weltweiten Aufrufs „Falling Walls Global Call for Science Breakthroughs“. 

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