Visual Deutscher Startup Monitor 2025
02.10.2025 2 Min. Lesezeit
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Deutscher Startup Monitor 2025 veröffentlicht

Der Startup-Verband hat den neuen Deutschen Startup Monitor (DSM) vorgestellt – die umfassendste Studie zum Startup-Ökosystem in Deutschland. Mit 1.846 befragten Gründer*innen liefert der DSM 2025 ein aktuelles Stimmungsbild und zeigt zentrale Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen für die Szene.

Deutschland im internationalen Vergleich

Der Monitor zeigt, dass Deutschland international an Attraktivität gewinnt. 39,8 % der Gründer*innen schätzen den Standort inzwischen attraktiver ein als die USA, im europäischen Vergleich sehen ihn sogar 61,2 % vorne. Gleichzeitig bleibt die Lücke beim Zugang zu Kapital groß: Gemessen an der Wirtschaftsleistung liegt Deutschland bei VC-Investments nur auf Platz 18.

Zentrale Trends

  • Künstliche Intelligenz: Für 45,1 % der Startups ist KI bereits Kernbestandteil ihres Produkts. Damit setzt sich der Bedeutungszuwachs der vergangenen Jahre fort.
  • DeepTech: Fast ein Drittel der Gründer*innen sieht ihr Unternehmen als DeepTech-Startup. Forschung, Transfer und technologische Exzellenz werden zu entscheidenden Treibern.
  • DefenseTech: Mit knapp 900 Mio. Euro floss 2025 doppelt so viel Kapital wie im gesamten Vorjahr in diesen Bereich. 1,7 % der Startups adressieren militärische Kunden, weitere 24,1 % entwickeln Dual-Use-Produkte.
  • Kooperationen: Nur noch 56 % der Startups arbeiten mit etablierten Unternehmen zusammen – ein deutlicher Rückgang, der Wachstumschancen schmälert.
  • Gründerinnenanteil: Nach Rückgängen in den Vorjahren steigt der Anteil weiblicher Gründender leicht auf 19,8 %.

Herausforderungen

Die Studie macht auch deutlich: Der Fachkräftemangel verliert zwar an Relevanz, dafür rücken Vertrieb, Kapitalbeschaffung und die Digitalisierung der Verwaltung in den Vordergrund. 81 % der Gründer*innen bewerten die Verwaltung in Deutschland als digital zu schwach. Auch die Gründungsbereitschaft geht zurück: 78,3 % würden erneut ein Unternehmen aufbauen – deutlich weniger als 2023 (89,6 %).

Relevanz für Niedersachsen

Für Niedersachsen liefern die Ergebnisse des DSM 2025 wertvolle Hinweise. Der Niedersachsen Startup Monitor 2025 zeigt, dass Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein wichtiger Ausgangspunkt für Gründungen sind. Viele Startups profitieren von der Nähe zu Wissenschaft und Talenten. Mit Programmen wie regionalen Inkubatoren und den geplanten Startup-Factories wird dieses Potenzial weiter ausgebaut. Besonders relevant für den Standort sind die Themen Life Sciences, Green Economy und Künstliche Intelligenz – Bereiche, in denen niedersächsische Akteur*innen bereits eine starke Rolle spielen.

Fazit

Der Deutsche Startup Monitor 2025 zeigt: Deutschland hat Momentum, braucht aber bessere Rahmenbedingungen, um im internationalen Vergleich mitzuhalten. Bürokratieabbau, Kapitalzugang und stärkere Kooperationen mit der etablierten Wirtschaft sind zentrale Hebel. Für Niedersachsen bestätigt der DSM die Bedeutung regionaler Ökosysteme und die Notwendigkeit, Gründer*innen gezielt zu unterstützen.

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