Biotech4Proteins – Förderaufruf für die Gründung eines Innovationshubs für neue Lebensmittel
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert die Produktion von neuen Lebensmitteln über einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren.
Im Zuge der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) verfolgt die Bundesregierung das Ziel, mit Hilfe der Biotechnologie Agrar- und Ernährungssysteme zu stärken. Besonders im Fokus stehen die Präzisionsfermentation und die Zellkultivierung. Doch der Forschungsbedarf bei der Produktion von neuen Lebensmitteln ist derzeit noch hoch. Mit dem Förderaufruf „Biotech4Proteins“ sollen nun Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in einem anwendungsorientierten und interdisziplinären Innovationshub gebündelt werden. Die Förderung richtet sich an Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft, die gemeinsam neue Ansätze zur biotechnologischen Herstellung von Lebensmitteln entwickeln und erproben wollen. Erste Konzeptideen können bis zum 09.07.2026 eingereicht werden.
Ziele des Innovationshubs
Durch die Vernetzung von Forschungseinrichtungen und Unternehmen sowie die Bündelung öffentlich geförderter Forschungsaktivitäten trägt der Hub dazu bei, das Innovationspotenzial bei der Produktion neuer Lebensmittel gezielt auszuschöpfen. Die Etablierung von Plattformtechnologien fördert den Austausch verschiedener Disziplinen, die zum Ausbau der Präzisionsfermentation und Zellkultivierung beitragen. In den ersten drei Jahren werden technisch machbare Verfahrenskonzepte entwickelt. Zudem werden wichtige Faktoren für die wirtschaftliche Einführung erarbeitet. Vielversprechende Ansätze werden gezielt zu Produkten weiterentwickelt. Durch den Einbezug anderer Förderprogramme und privater Investitionen wird die Skalierung vorangetrieben. Die Markteinführung steht dabei im Fokus. Entscheidend hierfür ist ein intensiver Austausch der Akteur*innen des Innovationshubs mit externen Partner*innen und Initiativen.
Wie verläuft das Antragsverfahren?
Das Vorhaben gliedert sich in zwei Phasen: eine Konzept- und eine Umsetzungsphase. Im ersten Schritt reichen Sie eine maximal dreiseitige Skizze für die Konzeptphase ein. Bei positiver Begutachtung beginnt die Konzeptphase am 01.09.2026. In dieser erarbeiten Sie als Initiatoren die Governance-Struktur des Hubs. Außerdem akquirieren Sie Partner*innen und setzen die Meilensteine für die anschließende Umsetzungsphase fest.
Um für die Umsetzungsphase zugelassen zu werden, erstellen Sie in der Konzeptphase eine weitere Skizze. Diese Skizze sollte einen Umfang von 30 Seiten nicht überschreiten. Die Konzepte werden Ende des Jahres einer Jury aus Experten und Expertinnen in Berlin vorgestellt.
Für den Innovationshub werden in den ersten drei Jahren der Umsetzungsphase bis zu 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Eine Verlängerung um weitere drei Jahre ist nach erfolgreicher Zwischenbegutachtung möglich.